Die Schwesternschaften vom Bayerischen Roten Kreuz e.V.


Ohne sie würde der Pflege in Bayern eine tragende Säule fehlen und das gesamte System kollabieren: Die Schwesternschaften vom Bayerischen Roten Kreuz e.V. übernehmen weitreichende Aufgaben in der öffentlichen Gesundheitspflege und engagieren sich durch hochqualifizierte Ausbildungsmaßnahmen für die Professionalisierung der Pflegeberufe.




Der demographische Wandel lässt sich schon lange nicht mehr wegdiskutieren, wer sich auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereiten will, muss jetzt handeln.

Durch beispielloses Engagement gehen die Schwesternschaften vom Bayerischen Roten Kreuz e.V. mit gutem Beispiel voran. Als eigen-ständige eingetragene Vereine sind sie über die Mitgliedschaft im Verband hinaus auch jeweils einzeln Mitglieder im Verband der DRK-Schwesternschaften (VdS) in Berlin. Ihre Mitglieder – Rotkreuzschwestern genannt – setzen sich aus Frauen zusammen, die in der professionellen Pflege, sprich: in der Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege, oder in der Geburtshilfe tätig sind. Durch Mitwirkung bei den Aufgaben des Deutschen Roten Kreuzes helfen sie Menschen in Not und sind dabei den berufsethischen Grundsätzen verpflichtet, die sich von den sieben
Rotkreuzgrundsätzen ableiten.
Einen integralen Beitrag zur Gewährung der Versorgungssicherheit in den Pflegeeinrichtungen Bayerns leisten die Schwesternschaften durch das Unterhalten eigener Kliniken wie auch Altenhilfe-Einrichtungen und ambulante Pflegedienste. Zudem werden in ihren eigenen Pflegeschulen bayernweit mehrere Hundert Schülerinnen und Schüler in der Altenpflege, der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege und der Gesundheits- und Krankenpflege ausgebildet. Denn genau hier liegt der Schlüssel für eine hohe Pflegequalität: Gewährleistet werden kann diese nur durch ein qualifiziertes Fachpersonal.

Die zunehmende Komplexität unserer Aufgaben zwingt uns geradezu, die Akademisierung der Pflege noch stärker zu fördern und zu fordern

Edith Dürr Generaloberin und Vorsitzende

Eine fatale Maßnahme,
Pflegeberufe für junge Menschen attraktiver zu gestalten, wäre es, Bildungsstandards und Zugangsvoraussetzungen herabzusetzen, ist sie sich sicher.

Generaloberin Edith Dürr fordert einen Masterplan, der die berufliche Pflege endlich auf die Agenda der Politik bringt, sowohl auf Bundes- wie auch auf Landesebene. Dafür muss die Profession als gleich-berechtigter Partner mit an den Verhandlungstisch. Eine der dringlichsten Forderungen: Die Trennung der Sektoren in Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege aufzuheben, um den Gesamtblick auf die berufliche Pflege zu ermöglichen. Dementsprechend ist auch eine Angleichung der Löhne in der Altenpflege dringend geboten. Pflegespezifische Forschungsprogramme und der Ausbau der akademischen Ausbildung müssen ebenso gefördert werden wie die Digitalisierung.

Eine Kernforderung aller professionell Pflegenden ist die nach einer stärkeren Einbindung in die Primärversorgung und die damit verbundene Verteilung medizinischer Aufgaben, denn nur so kann das Einbringen der Fachexpertise gewährleistet und gleichzeitig das Bild der Pflege als reiner Kostenfaktor endgültig revidiert werden. Pflege muss endlich von den Kostenträgern als Leistungserbringer anerkannt werden.

Edith Dürr Generaloberin und Vorsitzende

Schnelles Handeln ist also gefragt, will man keine Gefährdung der Patientenversorgung in Kauf nehmen. Denn die Forderung der Schwesternschaften nach einem Masterplan Pflege fußt nicht nur auf dem Interesse der Berufsgruppe allein.

Uns geht es ganz wesentlich und vor allem um die Menschen, die wir versorgen.

Edith Dürr Generaloberin und Vorsitzende

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